Interventionelle Bronchoskopie  
 
Kryo-Chirurgie im Tracheobronchialsystem
 

     

Abb.: Anfrieren der Kryosonde an das Gewebe

  Atemwegsverschlüsse oder -stenosen im Bronchialbaum können mit der flexiblen Kryosonde einfach, schnell und komplikationsarm beseitigt werden.

Die Sondenspitze wird dabei in die oberflächliche Tumorschicht eingeführt. In Sekundenschnelle wird das „wasserreiche“ Tumorgewebe angefroren und kann durch Extraktion mit dem Endoskop aus dem Bronchialtrakt entfernt werden (siehe Referenzen).

Die bronchiale Rekanalisation mit der Kryosonde erfolgt meist ohne Vollnarkose.

Darüber hinaus können mit der flexiblen Kryosonde Biopsien im Atemwegsbereich entnommen werden. Dabei ist die Biopsat-Qualität hinsichtlich Größe und histologischer Auswertbarbkeit der Zangenbiopsie weit überlegen (siehe Literatur).
     
     
   
 Indikationen
     
Abb.: Ausgangsbefund einer
malignen Atemwegsstenose
Abb.: Rekanalisierung mit
einer starren Kryosonde
Abb.: Postoperatives Ergebnis
nach Kryo-Therapie
     
     


Abb.: Fremdkörperextraktion durch Anfrieren

 
Sofortrekanalisation bei malignen und benignen Tumoren durch Kryo-Extraktion
Fremdkörperentfernung
Sekret-Entfernung, Fixieren von
Sekret durch Anfrieren
Entfernung von Granulationsgewebe
Entnahme von großen, histologisch
überlegenen Biopsaten

 

     
     
   
 Vorteile der Kryochirugie in der interventionellen Pneumologie
     
Die Vorteile der flexiblen Kryo-Extraktion   Die Vorteile der Kryo-Sondenbiopsie
Schnelle, effektive Rekanalisation
von Stenosen
Kontrollierbare Tiefenwirkung
Minimale Blutungskomplikationen
Auch im Bereich von beschichteten
Stents einsetzbar
Kostengünstiges Verfahren, einfach
zu handhaben, sofort einsetzbar
(z.B. auch während der Diagnose)
Meist keine Vollnarkose erforderlich
 
Optimale Biopsateigenschaften,
keine Quetschartefakte, keine
Einblutungen, wesentlich größere
Biopsie (Faktor 10 und größer)
Biopsien auch im Segmentbereich
möglich
Kryo Hämostase-Eigenschaften
     
     
   
 ERBOKRYO CA
     
 

Das ERBOKRYO CA mit den starren und flexiblen Gefriersonden bietet für die Kryochirurgie im Tracheobronchialsystem folgende Vorteile:

Fast narbenfreie Heilung
Annähernd keine Blutung während der Behandlung
Einfache Bedienung des gesamten Equipments
Kostengünstiges Verfahren
ERBE empfiehlt Lachgas (N2O) als Kühlmittel, das in allen Kliniken vorhanden ist.
Das Gerät kann auch mit Kohlensäure (CO2 ) als Kühlmittel betrieben werden.
     
   
   
 Flexible und starre Kryo-Sonden
     
     
 

Flexible Kryosonde
2,4mm; L 900mm
Art.Nr.: 20416-032

Flexible Kryosonde
2,4mm; L 780mm
Art.Nr.: 20416-033

Anschlussadapter
für flexible Kryosonden
Art.Nr.: 20416-034

ohne Abbildung:
Bronchoskopie-Sonde, starr
3,0 mm, 530 mm lang
Art.Nr.: 20447-005

     
     
   
 Literatur
     
Hetzel, M.; Hetzel, J.; Schumann, C.; Marx, N.; Babiak, A.: Cryorecanalization –
A new approach for the immediate management of acute airway obstruction,
J Thorac Cardiovasc Surg, 2004, 1427-31
Praveen N. Mathur, MB, BS, FCCP;
Karen M. Wolf, MD, FCCP;
Michael F. Busk, MD;
W. Mark Briete, MD;
Marilyn Datzman, MD, FCCP:
Fiberoptic Bronchoscopic Cryotherapy in the Management of Tracheobronchial Obstruction.
In: CHEST Vol. 110, S. 718 - 723, September 1996.