En-bloc-Resektion von Blasentumoren mit dem HybridKnife

Die Endoskopische Submukosa Dissektion wird seit einigen Jahren im Magen-Darm-Trakt angewandt. In neuerer Zeit wird diese Vorgehensweise auch auf Einsätze in der Blase übertragen.

TUR-B mit dem Erbe HybridKnife In zwei Studien an 22 Patienten konnte die Sicherheit dieses Verfahrens gezeigt werden. Nun wird in einer Multicenterstudie (HybridBlue Studie) an fünf Zentren in Deutschland und 120 Patienten der Einsatz des Erbe HybridKnifes in der TURB untersucht.

Für die operative Entfernung von Harnblasentumoren wird üblicherweise eine Drahtschlinge genutzt, über die ein elektrischer Strom fließt. Tumoren, die kleiner als der Durchmesser der Schlinge sind (~0,7 cm) können damit in einem Stück entfernt werden, größere Tumore müssen stückweise abgetragen werden.

Dies hat zwei Nachteile:
  • Durch das Zerschneiden eines Tumors werden möglicherweise Tumorzellen freigesetzt, die zu einem Nachwachsen von Tumorgewebe führen können.
  • Zudem erschwert die Zerstückelung des Gewebes dem Pathologen die Beurteilung und Stellung einer exakten Diagnose.
Dies kann die Planung der weiteren Therapie negativ beeinflussen. Idealerweise sollten auch größere Tumoren als Ganzes entfernt werden.

In der HybridBlue-Studie soll ein Verfahren untersucht werden, das dies ermöglicht. Dabei wird mit Hilfe eines sehr dünnen Hochdruckwasserstrahls die Harnblasenschleimhaut mit dem Tumor zusammen angehoben. Das entstehende Flüssigkeitskissen dient während der Resektion der Blasenwand als Schutz vor Verletzungen. Anschließend wird mit einer feinen stromdurchflossenen Sonde um den Tumor herum eingeschnitten und der Tumor als Ganzes abgetragen. Beide Schritte können mit einem Instrument, dem Erbe HybridKnife durchgeführt werden.

En-bloc-Resektion von Blasentumoren mit HybridKnife®